The Barefoot Contessa

The Barefoot Contessa (1954)

Regie, Drehbuch: Joseph L. Mankiewicz; Kamera: Jack Cardiff; Musik: Mario Nascimbene; Darsteller: Humphrey Bogart, Ava Gardner, Edmond O’Brien, Marius Goring, Rossano Brazzi. 35mm, Farbe, 130 min

 
Ein Begräbnis im Regen als Ausgangspunkt einer aus Flashbacks gefügten Recherche, deren satirischer Aspekt der Star-Gebärmaschine Hollywood gilt, während jede der Rückblenden (oder Erinnerungen) eine Frage stellt, die merkwürdig unbeantwortet oder unbeantwortbar, also tragisch bleibt. Wer war die Tote, und das heißt: wer war sie eigentlich und jenseits des Konstrukts – Tänzerin, Diva, Gräfin –, das Männer aus ihr formten? Eine Galatea-Geschichte des 20. Jahrhunderts mit Pygmalion im Plural und leer verbleibender Mitte. Auch ein Märchen vom Erfolg, herzlos unmärchenhaft und angesiedelt im Reich der Vulgarität, das sich Traumfabrik nennt. Mankiewicz auf der Spur von Citizen Kane – dennoch unverkennbar Mankiewicz, melancholisch-brillant-intelligent, ein Drehbuchautor-Dialogist-Regisseur-Produzent der Sonderklasse. Angelpunkt der Flashbacks dieses Hollywood-Movie über Hollywood: ein Friedhof. Mit anderen Worten: der Tod. Mit anderen Worten: das Scheitern. (H.T.)
 

Preserved by UCLA Film & Television Archive with funding provided by The Film Foundation. Print courtesy of The Film Foundation Conservation Collection at the Academy Film Archive

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