Ramrod (Foto: Deutsches Filminstitut)

Ramrod (1947)

Regie: Andre de Toth; Drehbuch: J. Moffit, G. Baker, C. Kramer nach dem Roman von L. Short; Kamera: Russell Harlan; Musik: A. Deutsch; Darsteller: Joel McCrea, Veronica Lake, Donald Crisp, Lloyd Bridges, Ray Teal. 35mm, s/w, 95 min

 
Unter dem Label Enterprise wurde 1946 – mit John Garfield als Zugpferd – der kurzlebige Versuch unternommen, eine unabhängige Studioproduktion mit politisch linken Prinzipien zu etablieren. Der idealistische Traum währte nur neun bemerkenswerte Filme lang, darunter Body and Soul, Force of Evil, Caught und dieser erstaunlich „freudianische“ Western. Andre de Toth inszeniert mit kräftiger Skepsis und kahler Wucht ein noir-pessimistisches Bild instabiler menschlicher Beziehungen. De Toths damalige Frau Veronica Lake spielt eine Rancher-Tochter, die sich den väterlichen Eheplänen widersetzt, einen Rinderbaron verschmäht und für die folgende Auseinandersetzung einen Ex-Alkoholiker (Joel McCrea) als Vorarbeiter engagiert: Er ist der titelgebende „Ladestock“ im kaum verhüllten sadomasochistischen Ritual der gegen ihren Typ besetzten Stars, während rundherum die Gewalt eskaliert. Ein vielschichtiges morality play aus einer Zeit der Desillusionierung. (C.H.)
 

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