Shock Corridor

Shock Corridor (1963)

Regie, Drehbuch: Samuel Fuller nach seinem Szenario Straitjacket; Kamera: Stanley Cortez; Musik: Paul Dunlap; Darsteller: Peter Breck, Constance Towers, Gene Evans, James Best, Larry Tucker. 35mm, Farbe und s/w, 101 min

 
Ein Journalist lässt sich ins Irrenhaus einliefern, um einen dort begangenen Mord aufzuklären (und den Pulitzer-Preis einzuheimsen). Die drei Zeugen: eine Dreifaltigkeit der damaligen großen Ängste Amerikas, vor der Hysterie der Gegenwart in die Hysterie des Wahns geflohen. Der erste schwarze Student an einer weißen Universität glaubt, er sei nun der Grand Dragon des Ku-Klux-Klan; ein Soldat hält sich nach der Gehirnwäsche im Koreakrieg für einen Konföderiertengeneral der Bürgerkriegsära; ein Nuklearforscher wird zum Kind. Alle Zurechnungsfähigkeit schwindet, ein farbiger Buddha blitzt im Alptraum über die Schwarzweißbreitwand, im Elektroschock rasen die Überblendungen, und wenn am Ende ein gewaltiger Wolkenbruch über den zentralen Shock Corridor niedergeht, ist es für jede Reinwaschung des grotesken Mikrokosmos zu spät. Expressionistische Ekstase im Traumareich von Fuller und Kameramann Stanley Cortez. (C.H.)

 

Preserved by UCLA Film & Television Archive with funding provided by the Hollywood Foreign Press Association and The Film Foundation

Spieltermine: