Leave Her to Heaven

Leave Her to Heaven (1945)

Regie: John M. Stahl; Drehbuch: Jo Swerling nach dem Roman von Ben Ames Williams; Kamera: Leon Shamroy; Musik: Alfred Newman; Darsteller: Gene Tierney, Cornel Wilde, Jeanne Crain, Vincent Price, Gene Lockhart. 35mm, Farbe, 110 min

 
„Of all sins jealousy is the most deadly.“ Boot auf dem See. Sog der Erinnerung. Ein Buch: Time Without End. Dahinter ein Gesicht: die Porzellanpuppenpracht von Gene Tierney, Todesgöttin mit Sirenenkörper. Lockende Lippen in Flammendrot als Zentrum des brandungskolorierten Begehrensstrudels, der das Meer der Mise-en-scène erfasst. Ozeanische Variationen von Blau und Grün, dazwischen dämpfende Deckfarben einer Ehe: steiniges Graubraun zu Pastellbeige geschönt, mit weißen Brandungstupfern. Und wie Blutstropfen: Rot der Blüten, der Früchte, der Liebe, der frisch verheirateten Lippen, die sagen „I love you so I can’t share you with anybody“. Boot auf dem See. Sog des Verderbens. Ertrinkendes Kind im hellen Tageslicht: ein herbeigesehnter Alptraum in malerischen Forties-Farben. Neurosenkonzentrat des US-Melodrams als mörderischer Mahlstrom in glühender Technicolortranszendenz, glasklar komponiert von John M. Stahl und Leon Shamroy. Wahn und Opfer. Boot auf dem See. Sog der Liebe. (C.H.)
 

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