Caught

Caught (1949)

Regie: Max Ophüls; Drehbuch: Arthur Laurents nach Wild Calendar von Libbie Block; Kamera: Lee Garmes; Musik: Friedrich Hollaender; Darsteller: James Mason, Barbara Bel Geddes, Robert Ryan, Curt Bois, Frank Ferguson. 35mm, s/w, 87 min

 
Ende der 40er Jahre sind der Magnetismus der Schwarzen Serie und die dunkle Sicht der Welt so stark, dass sich im US-Kino kaum jemand seiner Anziehungskraft zu entziehen vermag. Caught zeigt die Auseinandersetzung des Emigranten Ophüls mit der Formensprache und Klaustrophobie des Film noir. Zum einen Ophüls’ ruhelos gleitende Kamera. Zum anderen das beißende Gefühl von Eingeschlossensein und lastendem Dunkel in luxuriösen Zimmern, die zu schwarzen Gefängnissen geworden sind. Mit grafischem Rigor führt Ophüls vor Augen, wie der Aschenputteltraum der Heldin in einen Nachtmahr übergeht. Statt des Prinzen das starrweiße Maskengesicht Robert Ryans: der Millionär, den Geld und Macht zum kranken Mann gemacht haben, und der verlernt hat, Menschen anders denn als Schachfiguren zu behandeln. In seiner Ehegewalt: Barbara Bel Geddes, ein Kaufhaus-Mannequin, die zuvor jene Sehnsüchte hegte, die Modemagazine und Charme-Schule in sie verpflanzten. Cinderella als Noir-Melodram. (H.T.)

 

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