Die Nacht, 1992, Mohamad Malas

Al-Lail (Die Nacht) (1992)

Regie: Mohamad Malas; Drehbuch: Malas, Ossama Mohammed; Kamera: Youssef Ben Youssef; Musik: Vahe Demrejian; Darsteller: Sabah al-Jazairi, Omar Malas, Maher Sleibi, Riad Shahrour, Rafiq Sbei'i. 35mm, Farbe, 119 min. Arab. Omd/fU

 
Zum Auftakt:

Tabaq as-Sardīn (Ein Teller Sardinen) (1997) von Omar Amiralay. Video, Farbe und s/w, 17 min. Arab. OmdU

 
Die Zerstörung seiner Heimatstadt al-Quneytrah verfolgt Mohamad Malas sein Schaffen hindurch; schon zwei seiner frühen Kurzfilme sind der Erinnerung an diese Ereignisse gewidmet. Für Ein Teller Sardinen durchwandert Amiralay mit Malas die Ruinenlandschaft – in den Fußstapfen dieser Filme wie auch von Malas’ grandiosem Werk Die Nacht. Dieser Schlüsselfilm erzählt von einem Mann, der sich auf die Spuren eines Vaters begibt, den er kaum kannte, weil dieser immer wieder mit seinen Kameraden verschwand, um für die Demokratie zu kämpfen – bis klar war, dass er nie wieder zurückkehren würde. Lücken, Löcher, Ruinen definieren auch die Ästhetik von Die Nacht: Erzählfragmente werden ineinander verwoben, die Zeiten verschieben sich in- oder übereinander, während im Bild oft nur Details zu sehen sind, Ausschnitte eines zu komplexen, sich konventionellen Erzählformen verweigernden Ganzen. (O.M.)

 
Einführung von Olaf Möller

Spieltermine: