Opfer, 2002, Ossama Mohammed (Foto: Ossama Mohammed)

Sundūq ad-Dunyā (Opfer) (2002)

Regie, Drehbuch: Ossama Mohammed; Kamera: Elso Roque; Musik: Marcel Khalife; Darsteller: Maha as-Saleh, Nihal al Khatib, Ali Mohammad, Rafiq Sbei'i, Zuhair Abdulkarim. Video (von 35mm), Farbe, 107 min

 
Zum Auftakt:

Khutwa Khutwa (Schritt für Schritt) (1978) von Ossama Mohammed. Kamera: Hanna Ward. Video (von 35mm), s/w, 23 min

 
Gestalten in Landschaften. Zuerst: ein Frühwerk Mohammeds, von dem vor allem die Bilder eines Buben auf seinem Weg in Erinnerung bleiben. Auf ihren sehr eigenen Wegen sind auch drei Burschen in Opfer, Mohammeds Verbeugung vor dem sowjetischen Kino der 1960er. Der westliche Verleihtitel weist Tarkovskij-wärts, während der Film selbst eher an „barocke“ Meister wie Sergej Paradžanov erinnert. Die Geschichte selbst wiederum lässt sich als eine meditative Variation über Motive von Sterne des Tages verstehen: Ein Paterfamilias muss entscheiden, welcher seiner doch sehr vielen Nachkommen seinen Namen tragen soll ... Was eine Serie opulent ausgestalteter, allegorischer Szenen in Gang setzt, in denen demonstriert wird, dass kein den Menschen bekannter Weg von sich aus zur Weisheit führt, auch wenn es manchmal so scheinen mag – weder die Entsagung noch der Exzess, weder die Liebe noch die Gewalt. Man muss die Weisheit wollen, um sie zu erlangen. (O.M.)

 
Einführung von Olaf Möller

Spieltermine:

Do 04.06.2015 20:30
(Arab. OmeU)