Es gibt noch so viel zu sagen, 1997, Omar Amiralay

Fī Youm min Ayyām al-'Unf al-'ādī, Sadīqī Michel Seurat ... (An einem der Tage gewöhnlicher Gewalt ist mein Freund Michel Seurat ...) (1996)

Ein Film von Omar Amiralay; Kamera: Abdel Kader Charbarji. Video, Farbe, 48 min, frz. OmdU

Hounalika Ashya' kathīra kāna yumken an yatahad dath 'anha al-Mar'e (Es gibt noch so viel zu sagen) (1997)

Ein Film von Omar Amiralay; Kamera: Etienne de Grammont. Video, Farbe und s/w, 50 min, arab. OmdU

 
Am 22. Mai 1985 wurden Michel Seurat und Jean-Paul Kaufman auf dem Weg zum Flughafen von Beirut entführt – im Namen des Islamischen Dschihad in Palästina; acht Monate darauf wurde der Tod Seurats in Gefangenschaft bekanntgegeben. Amiralay widmete ihm bereits 1986 einen Film, der von Migranten und Terrorismus in Frankreich erzählte. Zehn Jahre später, in An einem der Tage gewöhnlicher Gewalt ..., thematisiert er die Erinnerung an jene Bluttat selbst – und wie diese im Libanon verdrängt wird. Kurz darauf ließ ihn der nahende Krebstod seines Freundes Sa’adallah Wannous erneut über Letzte Dinge nachdenken. Wannous, einer der großen modernen Dramatiker Syriens, Antizionist und Stalinist, zieht Bilanz, Amiralay lauscht. Für beide Werke gilt: Amiralay vom Feinfühligsten, diskret, aufmerksam – aufwühlend. (O.M.)

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