Das Unglück der einen ..., 1982, Omar Amiralay (Kadervergrößerung ÖFM/Lydia Nsiah)

Masa'ibo Qawmen ... (Das Unglück der einen ...) (1982)

Ein Film von Omar Amiralay; Kamera: Lionel Cousin. 16mm, Farbe, 50 min.

Arab. Omd/fU

Al-Manām (Der Traum) (1981/87)

Ein Film von Mohamad Malas; Kamera: Hazem Baya'a. Video (von 16mm), Farbe,

45 min. Arab. OmeU

 

Amiralay grimmig-stählern, Malas melancholisch-zart. Das Sujet ist in beiden Fällen ident: Beirut, die Verheerungen des Krieges. In Amiralays Film begegnen wir zwei konträren Gestalten: einem Bestattungsunternehmer, der sich seinen Beruf im Bürgerkrieg selbst beibrachte und seither immer gut zu tun hat, wie er witzelt; zum anderen jenem einstigen Kombattanten, vom dem keiner so recht weiß, was in ihm vorgeht, da er stumm ist. Malas wiederum bat 1981 für Der Traum palästinensische Flüchtlinge aus den Lagern Sabra und Shatila vor die Kamera, damit sie ihm von jenem Leben erzählen, das ihnen mit brutaler Gewalt verweigert wird. Dann kamen die Vernichtungsschläge der Phalange-Miliz, die vom 16. bis 18. September 1982 die Bewohner der Lager mit Duldung der israelischen Armee massakrierte – was Malas derart erschütterte, dass er sein Material jahrelang nicht ansah. Und schließlich doch, sechs Jahre später: um ein Schweigen zu brechen. (O.M.)

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