Der Tod des Empedokles

Der Tod des Empedokles oder Wenn dann der Erde Grün von neuem euch erglänzt (1986)

Regie, Drehbuch: Jean-Marie Straub, Danièle Huillet nach Friedrich Hölderlin; Kamera: Renato Berta, Jean-Paul Toraille, Giovanni Canfarelli; Darsteller: Andreas von Rauch, Vladimir Baratta, Ute Cremer, Howard Vernon. Farbe, 132 min, Dt. OF
 

Straub, 2001: „Der Tod des Empedokles ist unser zweiter Film unter insgesamt 22, der eine Botschaft enthält. Es ist nicht unsere Botschaft, sondern die des Herrn, der das Buch 1799 schrieb, unter dem Eindruck der französischen Revolution. Die Botschaft ist eine kommunistische und sie lautet: Es gibt nur eine Rettung für die Erde und die Erdenkinder - den Kommunismus.“ Hölderlins Versdrama über den Philosophen Empedokles, der für seine Blasphemie von der Gemeinschaft ausgestoßen worden ist und - auf dem Weg, sich in den Ätna zu stürzen - einige Grundsatzdiskussionen führt, wurde am Fuße des Ätna aufgenommen. Ein großes Naturschauspiel, in dem die menschlichen Gestalten in Hölderlin’schem Singsang gleichsam ein Oratorium vortragen. Straub/Huillet haben mehrere Versionen des Films fertiggestellt, die sich hauptsächlich in den zufälligen Interventionen der Natur (bellende Hunde auf der Tonspur, andere Lichtverhältnisse etc.) unterscheiden. (C.H.)