Passing Through (Foto: UCLA)

Passing Through (1977)

Regie: Larry Clark; Drehbuch: Clark, Ted Lange; Kamera: Roderick Young, George Geddis; Musik: The Pan African People’s Arkestra; Darsteller: Nathaniel Taylor, Clarence Muse, Pamela Jones, Johnny Weathers, Della Thomas. 16mm, Farbe und s/w, 111 min*

 
Zum Auftakt:

Four Women (1975) von Julie Dash. 16mm, Farbe, 7 min**

 
Aus dem Knast entlassen, sucht der Musiker Eddie Warmack seinen Mentor Poppa Harris. Er schließt sich einer Gruppe Aktivisten an, die eine unabhängige Plattenfirma gründen wollen. Die weißen Gangster haben den Jazz schon seit Jahrzehnten okkupiert und mainstreamkinotauglich gemacht; jetzt reklamiert Larry Clarks Film die musikalische Tradition zurück: für die schwarze Gemeinschaft, für radikale Politik, für eine entfesselte Filmpoetik, die sich immer wieder vom Free Jazz des Soundracks zu eruptiven Montagefeuerwerken hinreißen lässt. Für einmal – das macht Passing Through zu einem Schlüsselfilm nicht nur der L.A. Rebellion, sondern des gesamten radikalen amerikanischen Kinos der 1970er – fällt der ästhetische Widerstand der Künstler mit dem politischen der Aktivisten in eins. Zum Auftakt: eine Tänzerin, vier Ideen schwarzer Weiblichkeit, Nina Simones Stimme. Eine filmische Geste. (L.F.)

 
Einführung von Hannes Brühwiler und Lukas Foerster  

 

* Preservation funded in part by a grant from the Andy Warhol Foundation for the Visual Arts and the Packard Humanities Institute

** Women Make Movies www.wmm.com
 

Courtesy of the UCLA Film & Television Archive

Spieltermine: