The Kid Brother

The Kid Brother (1927)

Regie: Ted Wilde, J.A. Howe sowie Harold Lloyd, Lewis Milestone (ungenannt); Drehbuch: John Grey, Lex Neal, Howard J. Green; Kamera: Walter Lundin; Darsteller: Harold Lloyd, Jobyna Ralston, Walter James, Leo Willis, Olin Francis. 35mm, s/w, ca. 92 min

 
Mit The Kid Brother zieht es Lloyd noch einmal zurück aufs Land, nachdem er sich in seinen größten Erfolgen dem Publikum als urbane Figur anempfohlen hatte: Das Resultat ist eines seiner schönsten Werke, durchwirkt vom Americana-Glanz der Stummfilm-Hochblüte. Tatsächlich schuf Lloyd hier eine Hommage an Henry Kings zu Recht gefeiertes Westerndrama Tol’able David (1921) – und frönte vollendet seiner speziellen Gabe für Genre-Fusion: Comedy und Charakterstück, romantisches Melodram und Action-Abenteuer. Im Wilden Westen des Jahres 1877 ist Lloyds Harold Hickory der jüngste Sohn und das schwarze Schaf eines Sheriff-Clans: Nach diversen Blamagen bringt ihn die Liebe dazu, sich zu beweisen – mit einem stupenden Erfindungsreichtum, der auch die Inszenierung prägt, von der erstaunlichen Variationsbreite der Verfolgungsjagd am Anfang bis zur finalen Tour de force, einer epischen Auseinandersetzung an Bord eines verlassenen Schiffs. (C.H.)

 

Am Klavier: Gerhard Gruber

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