Alice Debord in "La Société du spectacle" (Die Gesellschaft des Spektakels) (Foto: la Fondation agnès b.)

La Société du spectacle (Die Gesellschaft des Spektakels) (1973)

Ein Film von Guy Debord; Musik: Michel Corrette; Stimme: Guy Debord. 35mm, s/w, 91 min

 
Debords Buch (1967) und der gleichnamige Essayfilm Die Gesellschaft des Spektakels stellen eine klarsichtige Theorie der Verschwörung bzw. Verblendung dar. „Das Spektakel ist die ununterbrochene Rede, die die gegenwärtige Ordnung über sich selbst hält, ihr lobender Monolog. ... Das Spektakel ist das Kapital, das ­einen solchen Akkumulationsgrad erreicht, dass es zum Bild wird.“ In dieser praktischen Theorie ist das Kino ein Hauptakteur, in doppeltem Sinn: Es hat großen Anteil an der Verschwörung und eignet sich zugleich nicht übel als Medium ihrer Aufdeckung. Debords ­Paradox: dass er selbst „spektakuläres“ – eindrucksvoll ­aufkläre­risches – Kino schuf. Wie er hier „entwendete“ Bild-, Ton- und ­Textelemente gegen das System fetzt, dem sie entstammen, hat Verwandtschaften mit Walter Benjamins Passagenwerk, und, übertragen auf das Gebiet des Kinos, ungefähr dessen Rang. (A.H.)

 
In Anwesenheit von Alice Debord und Olivier Assayas am 30.1.

Spieltermine:

Sa 30.01.2016 18:30
(Frz. OmdU)
Mo 08.02.2016 20:45
(Frz. OmdU)