The Civil War

The Civil War (1962)

Regie: John Ford; Drehbuch: J.R. Webb; Kamera: J. LaShelle; Musik: A. Newman; Darsteller: Spencer Tracy, James Stewart, Russ Tamblyn. Farbe, 21 min, Engl. OF

Il ritorno del figlio prodigo - umiliati (Die Rückkehr des verlorenen Sohnes - gedemütigt) (2001-2003)

Regie, Drehbuch: Danièle Huillet, Jean-Marie Straub nach Elio Vittorini; Kamera: R. Berta, J.-P. Toraille, M. Befve; Musik: Edgar Varèse; Darsteller: Rosalba Curatola, Aldo Fruttuosi, Romano Guelfi, Paolo Spaziani. Farbe, 64 min, Ital. OmdU
 
Ein junger Mann zieht in den US-Bürgerkrieg und kehrt als ein anderer Mensch zurück, zu den Gräbern seiner Eltern. The Civil War, Fords Beitrag zum (vom Format abgesehen) eher belanglosen Cinerama-Ungetüm How the West Was Won, ist ein 20minütiges Meisterstück, eine mythische Verdichtung von zentralen Themen seines Werks. Hätte er eine persönliche Kinemathek, so Jean-Marie Straub, dann würde dieser Film in ihrem innersten Kreis stehen. Il ritorno del figlio prodigo - umiliati ist eine Nachschrift zu Operai, contadini, beginnt auch mit Szenen aus dem Vorgänger, lässt der Utopie aber rasch die Demütigung folgen: Die Zeit des Wiederaufbaus nach dem Krieg beginnt, die Arbeiter- und Bauernkommune wird von Beamten und Jägern heimgesucht, die sie mit Eigentumspflichten und der Theorie des Arbeitswerts konfrontieren. Rund um die Dialog-Duelle, dialektisch, die Dinge, die bleiben: die Bäume, der Wind in den Blättern, das Licht. (C.H.)