Blonde Venus

Blonde Venus (1932)

Regie: Josef von Sternberg; Drehbuch: Jules Furthman, S.K. Lauren nach einer Erzählung von Sternberg & Furthman; Kamera: Bert Glennon; Darsteller: Marlene Dietrich, Cary Grant, Herbert Marshall, Dickie Moore, Rita La Roy. 35mm, s/w, 94 min Restaurierte Fassung

"Ein menschliches Wesen war für mich ein obskures Objekt vor der Kamera, das nur dazu da war, meine Befehle auszuführen, einzig und allein das zu tun, was ich von ihm verlangte." Das obskure Objekt von Sternbergs Objektiv ist in Blonde Venus ein provoziertes Objekt des Verlangens und im gleichen Kamerablick immer auch des Sich-Entziehens. Es trägt den Namen Marlene Dietrich, und der ganze Film feiert ihre Metamorphosen von Mutter-Vamp-Nutte nicht nur wie eine spirituelle one-woman show, sondern wie ein ästhetisches Hochamt. In allen Verwandlungen ihrer Anblicke und Rollen bleibt sie in und bei sich. Das Ritual, das Sternberg zynisch, sentimental und letztlich inbrünstig zelebriert, ist das des Verborgenbleibens im Glanz des Offenbaren. (H.T.) Auch für Cary Grant war die Begegnung mit Sternberg einschneidend: "Am ersten Drehtag sah er mich an und sagte: Dein Haar ist falsch gescheitelt. Also legte ich den Scheitel auf die andere Seite – und so blieb er für den Rest meiner Laufbahn."

Spieltermine: