The Bitter Tea of General Yen

The Bitter Tea of General Yen (1933)

Regie: Frank Capra; Drehbuch: Edward Paramore nach dem Roman von Grace Zaring Stone; Kamera: Joseph Walker; Musik: W. Franke Harling; Darsteller: Barbara Stanwyck, Nils Asther, Walter Connolly, Roshia Mori, Gavin Gordon. 35mm, s/w, 87 min

Unter allen vergrabenen, vergessenen Edelsteinen des US-Kinos einer der aufregend seltsamsten. Funkeln des Schliffs, wunderliches dunkles Feuer. Frank Capra als Hohepriester fernöstlichen Melodrams. Mit der Summe jener Reize, die der Hollywood-Apparat für Aug' und Ohr zu entfachen weiß, evoziert Capra ein wüstes Traum-China, das den Abgründen nachtschwarzer Romantik näher steht als den Floskeln des Unterhaltungs- und Beruhigungsfilms. Barbara Stanwyck im China der Revolutionswirren, sich nicht in den ihr zugedachten Missionar, sondern in das ganz Andere und Fremde verliebend, personifiziert durch Yen, den Warlord, Ausbund an Grausamkeit und verfeinerter Kultur. Der Film ist furios an der Kippe der Widersprüche angesiedelt, dort, wo Bedrohung und Betörung, Faszination und Ekel, Angst und Lust kaum mehr zu unterscheiden sind. (H.T.) Frank Capra: "The Bitter Tea of General Yen has more real movie in it than any other I did."

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