Vildfåglar (Wilde Vögel) (Foto: Svenska Filminstitutet)

Vildfåglar (Wilde Vögel) (1955)

Regie: Alf Sjöberg; Drehbuch: Sjöberg, Bengt Anderberg nach dessen Roman Nisse Bortom; Kamera: Martin Bodin; Musik: Dag Wirén; Darsteller: Maj-Britt Nilsson, Per Oscarsson, Ulf Palme, Ulla Sjöblom. 35mm, s/w, 101 min

Da ist einmal Nisse, ein junger Kerl, kein schlechter, und so verzweifelt, dass sich eine Prostituierte seiner erbarmt und ihn mit zu sich nach Hause nimmt. Bald zieht Nisse in die Wohnung nebenan. Soweit, so gut. Doch als es daran geht, seinen Lebensunterhalt zu verdienen, will Nisse das schnelle Geld. Lena wiederum fühlt sich eingesperrt in ihrer Existenz: Sie soll einen Mann heiraten, der auf dem gleichen Schiff arbeitet wie ihr Vater – und dem er sich nie wiedersetzen würde. Eines Tages lernt sie Nisse kennen und verliebt sich in ihn. Das Ende ihrer Beziehung kann nur ein tragisches sein: wurde doch die Wohnung, in welche Nisse zog, durch ein Unglück frei. Alf Sjöberg erweist sich hier erneut als unbekannter Großmeister des Film Noir, wobei er diesmal – im Gegensatz vor allem zu dem eher harzigen, aber auch lichten Resan bort – einen Ton anschlägt, der brackig ist, von wild sich drehenden Seelennebeln gejagt, dann wieder grimmig, und niemals, niemals hoffnungsvoll. (R.H.)

Spieltermine:

Mo 06.03.2017 18:30
(Schwed. OmeU)