Am Tag, als der Regen kam (Fotograf: Bob Klebig)

Am Tag, als der Regen kam (1959)

Regie: Gerd Oswald; Drehbuch: Heinz Oskar Wuttig, Oswald, Will Berthold; Kamera: Karl Löb; Musik: Martin Böttcher; Darsteller: Mario Adorf, Gert Fröbe, Christian Wolff, Corny Collins, Elke Sommer. 35mm, s/w, 89 min

Ich will jetzt 'n schicken Wagen fahren. Ich will mir jetzt die Welt anschauen. Ich will jetzt was vom Leben haben und nicht erst, wenn ich anfange, mit dem Kopf zu wackeln. Soweit Werner Maurer, Chef der Schwarzen Panther, einer Jugendbande, die Berlin (West) in Angst versetzt, so wie vor nicht zu langer Zeit ein anderer Werner: Gladow, genannt Doktorchen. Jung ist er, wütend auf die miefige Genügsamkeit der Alten, angefressen von sämtlichen Neurosen des Kalten Kriegs, dabei in seinen Ambitionen und Aktionen so skrupellos wie die halsabschneiderischsten Industriekapitäne. Werner ist ein Kind seiner armen, wilden, herrlichen, verworrenen, traurigen Zeit. Sicherheit, Ordnung, wenn ich das schon höre! Weiß ich, ob ich morgen Soldat spielen muss, ob mir übermorgen irgend so ein Atomding auf den Kopf fällt? Das ist die BRD aus Sicht eines Remigranten mit der härtesten Form von Hollywood-Lebenserfahrung: Straßen-Noir mit Schlagerschmelz und Illustrierten-Poesie. (O.M.)

Einführung von Olaf Möller am 11.3.

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