Viele kamen vorbei (Fotograf: Karl Ewald)

Viele kamen vorbei (1956)

Regie: Peter Pewas; Drehbuch: Gerhard T. Buchholz; Kamera: Klaus von Rautenfeld; Musik: Peter Sandloff; Darsteller: Harald Maresch, Frances Martin, Christian Doermer, Jane Tilden, Heinz W. Schimmelpfennig. 35mm, s/w, 80 min

Gut sieht Reschke aus, lustig ist er und manchmal auch ein wenig frech, so auf die anzügliche Art. Reschke ist ein Lustmörder, der die Raststätten, Böschungen, Feldwege und Wäldchen entlang der Autobahn unsicher macht. Kommissar Morath verzweifelt langsam an den immer neuen Frauenmorden – bleibt aber beharrlich am Ball, auch wenn's das Privatleben zerrüttet. Die junge Sabine trampt allein in den Urlaub – und findet sich in einem Lastkraftwagen zusammen mit Reschke wieder. Kann Jochen seine geliebte Sabine retten? Ein eigensinnig-singulärer Thriller, ästhetisch angesiedelt in einem Niemandsland zwischen nebligem französischem Vorkriegsrealismus und abstrakten fotoform-Bildwelten, der seinerzeit bei der Kritik allerhand Aufsehen erregte, sich im langen Lauf aber als Sackgasse erwies für seine auteurs: das ewige Irrlicht Peter Pewas und den schlagzeilenverliebten Quergeist Gerhard T. Buchholz. (O.M.)
 
Einführung von Olaf Möller

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