Es geschah am hellichten Tag (Fotograf: Joe Boog, Foto: Deutsches Filminstitut)

Es geschah am hellichten Tag (1958)

Regie: Ladislao Vajda; Drehbuch: Friedrich Dürrenmatt, Hans Jacoby, Vajda; Kamera: Heinrich Gärtner; Musik: Bruno Canfora; Darsteller: Heinz Rühmann, Gert Fröbe, Michel Simon, Sigfrit Steiner, Siegfried Lowitz, Ewald Balser. 35mm, s/w, 99 min

Zu den Eigenwilligkeiten des BRD-Kinos der 1950er Jahre, dessen Einschreibung ins Populärgedächtnis, gehört die Tatsache, dass einige der am häufigsten in diesem Zusammenhang erwähnten Werke nicht primär deutsche Produktionen sind, allen voran: Alfons Stummers austriakischer Naturfilm Echo der Berge (1954), Ernst Marischkas Kakaniana-Hauptwerk, die Sissi-Trilogie (1955–57), sowie Es geschah am hellichten Tag, ein sehr spätes Beispiel für den Nachkriegshumanismus des helvetischen Produzenten Lazar Wechsler, entstanden unter der Regie eines ungarischen auteurs, der zuvor schon in England und Spanien seine Spuren hinterlassen hatte. Es liegt wohl an den Darstellern: Heinz Rühmann, das deutsche Humorurgestein, zeigt sich hier als Oberleutnant Matthäi von der Zürcher Kantonspolizei von seiner immer wieder erschreckend effektiven, dramatischen Seite, während Gert Fröbe als Kindermörder Schrott die Performance seines Lebens abliefert (vergesst Goldfinger!). (O.M.)

Einführung von Olaf Möller am 12.3.

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