Anton, der Letzte

Anton, der Letzte (1939)

Regie: E.W. Emo; Drehbuch: Fritz Koselka; Kamera: Carl Kurzmayer; Musik: Heinz Sandauer; Darsteller: Hans Moser, O.W. Fischer, Elfriede Datzig, Charlotte Ander, Hans Adalbert Schlettow. 35mm, s/w, 88 min

Auch wenn es heißt, dass es zwar Filme mit Hans Moser, aber keinen "reinen" Hans-Moser-Film gäbe: Anton, der Letzte ist der vollendete Ausdruck seines Genius, ganz zugeschnitten auf seine Persona, die sich mit eleganter Selbstverständlichkeit in verwirrten Pirouetten durch die komischen Volten der Handlung dreht und dazu nuschelnd singsangt. Es wäre ein (Sprech-)Musical, gäbe es die spezifisch "mosernde" Ausprägung des Genres. Als Titelheld ist er dabei natürlich kein Vertreter eines alteingesessenen Adelsgeschlechts, sondern dessen Diener, der die aristokratische Tradition umso begeisterter verteidigt: "Ham S' g'sehn – 's is' vornehm, des is' Linie. Für die bin ich Luft, direkt über ... übersehn ham's mich. Mein Lieber, sowas hat ma ... oder hat es eben nicht." Bis ein als ungerecht empfundener Familienzwist Anton gegen die Herrschaft rebellieren lässt: auch im Humanismus ein Paradebeispiel für Mosers Kunst als Menschendarsteller. (C.H.)

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