Eine Fuge, 1959, Jörg Ortner

Der Weg in die / aus der Vergangenheit

Weg in die Vergangenheit (1954) von Karl Hartl; Drehbuch: Emil Burri, Johannes Mario Simmel; Kamera: Konstantin Tschet; Musik: Willy Schmidt-Gentner; Darsteller: Paula Wessely, Willi Forst, Attila Hörbiger, Josef Meinrad. 35mm, s/w, 92 min
Mosaik im Vertrauen (1955) von Peter Kubelka; 35mm, Farbe und s/w, 16 min
1. Mai 1958 (1958) von Marc Adrian; 16mm, s/w, 4 min
Eine Fuge (1959) von Jörg Ortner; 35mm, s/w, 13 min
 
Ein Grazer Bankdirektor hat sich verspekuliert, seine Gattin (Paula Wessely) erfährt davon – und macht sich heimlich auf zu alten Freunden, um eine rettende Summe zu erbetteln: eine Reise in die Vergangenheit, bei der manch desillusionierende Wahrheit ans Tageslicht kommt, bevor der Deus ex machina die Welt wieder ins beruhigende Lot rückt. Karl Hartls Weg in die Vergangenheit, von Wessely produziert, bot maximale Starbesetzung – und einen Höhepunkt jener Traditionslinie, die von Österreichs Filmavantgarde als erstickend empfunden wurde. Ihre befreiende Gegen-Bewegung wird hier an drei Musterbeispielen sichtbar: Peter Kubelkas Debüt Mosaik im Vertrauen (Mitarbeit Ferry Radax), Marc Adrians Mai-Aufmarsch-Mosaik (Kurt Kren an der Kamera) und, als rezente Wiederentdeckung, Eine Fuge von Jörg Ortner. (C.H.)

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