Gabriel Over the White House (Foto: Parc Circus)

Gabriel Over the White House (1933)

Regie: Gregory La Cava; Drehbuch: Carey Wilson nach Rinehard von Thomas Frederic Tweed; Kamera: Bert Glennon; Musik: William Axt; Darsteller: Walter Huston, Karen Morley, Franchot Tone, Dickie Moore, Mischa Auer, Akim Tamiroff. 35mm, s/w, 86 min*

Zum Auftakt:
Betty Boop for President (1932) von Dave Fleischer. 16mm, s/w, 7 min

Gabriel Over the White House ist eine bizarre Polit-Phantasie, in der Walter Huston, nichts weiter als ein Gauner mit Charme, zum Präsidenten der USA gewählt wird und sich keinen Deut um Arbeitslosigkeit und Kriegsgefahr schert. Also schickt Gott, jener aus der Dramen-Maschine, Erzengel Gabriel hernieder, um Mr. President in einen Verkehrsunfall zu verwickeln, der ihn in Schockschnelligkeit zum Wohl des Landes, also der Welt, in einen White-House-Superman verwandelt: Er entlässt den Kongress, eliminiert das organisierte Verbrechen und schließt mit allen Staaten Frieden. Ob seiner naiven Propagierung netter Rüpeldiktatur zur Bewältigung politischer Probleme wurde der Film von der liberalen Presse kritisiert – und gleichzeitig gepriesen für Hustons Verve und Gregory La Cavas Regie. (H.T.) Als Vorspiel: ein animierter Musical-Wahlkampf zwischen der Sexbombe Betty und dem ominösen Mr. Nobody.

*Preserved bythe Library of Congress

Spieltermine: