Dick

Dick (1999)

Regie: Andrew Fleming; Drehbuch: Fleming, Sheryl Longin; Kamera: Alexander Gruszynski; Musik: John Debney; Darsteller: Kirsten Dunst, Michelle Williams, Dan Hedaya, Will Ferrell, Teri Garr. 35mm, Farbe, 94 min

Eine in Europa übersehene, anspielungsreiche, schlaue Komödie, die eine der unbeliebtesten US-Präsidentschaften in neuem Licht erstrahlen lässt. Lächerlich ist hier nicht nur Präsident Nixon (Dan Hedaya gibt die bislang überzeugendste Darstellung von "Tricky Dick"), sondern auch das Watergate-Aufdecker-Duo Woodward und Bernstein. Zwei Teenager-Mädchen lösen in Dick nach wenigen Minuten die Watergate-Entdeckung aus und werden kurz darauf beim Besuch des Weißen Hauses in offizielle Positionen befördert, zumal sie sich mit dem Hund des Präsidenten wesentlich besser vertragen als der Machthaber selbst. Sie backen Nixon sogar (unwissentlich) Haschkekse – werden aber schließlich desillusioniert ("You kicked Checkers, you're prejudiced and have a potty mouth!"), plaudern als legendärer "Deep Throat" alles Wesentliche aus und haben am Ende noch immer keine Ahnung von der wirklichen Welt. So bleibt es der Gesangskunst von Olivia Newton-John überlassen, die Republik zu retten. (C.H.)

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