Sierra de Teruel (Espoir)

Sierra de Teruel (Espoir) (1939/45)

Regie: André Malraux; Drehbuch: Malraux, Boris Peskine, Max Aub (Dialoge) nach L'Espoir von Malraux; Kamera: L.ouis Page; Musik: Darius Milhaud; Darsteller: Andrés Mejuto, Nicolás Rodríguez, José Sempere. 35mm, s/w, 74 min Restaurierte Urfassung

Ein lange nur in der "Zweitfassung" zugängliches Hauptwerk des spanischen wie des antifaschistischen Kinos: Sierra de Teruel, Malraux' einzige Regiearbeit, wurde großteils von der republikanischen Regierung finanziert und hatte eine abenteuerliche Entstehungsgeschichte: Die Urfassung wurde erst nach der Niederlage gegen die Franquisten 1939 fertiggestellt und auch noch privat vorgeführt, dann galt sie jahrzehntelang als verschollen – überlebt hatte nur eine Kopie in Frankreich, die (in bearbeiteter Version) als Espoir das Licht der Öffentlichkeit erblickte. Für Dekaden war Malraux' Film nur in dieser Form zu sehen, bis die Urfassung in der Library of Congress wiederendeckt und restauriert wurde. In dokumentarischem Stil wird der entschlossene Kampf gegen die Franco-Truppen anhand einer einzelnen Episode geschildert: Um die Übermacht aufzuhalten, soll ein Kommando eine Brücke sprengen und verbündet sich dabei mit dem Volk. Ein Film, herausgeschleudert aus dem Auge des Sturms. (C.H.)

Víctor Erice über "Sierra de Teruel", in: ray Filmmagazin 03/2015 (PDF)

Spieltermine:

So 14.05.2017 19:00
(Span. OmdU)