Intimní osvětlení (Intime Beleuchtung) (Foto: Národní filmový archiv)

Intimní osvětlení (Intime Beleuchtung) (1965)

Regie: Ivan Passer; Drehbuch: Passer, Jaroslav Papoušek, Václav Šašek; Kamera: Josef Střecha, Miroslav Ondříček; Musik: Antonín Dvořák, W.A. Mozart, Vojtěch Matyáš Jírovec, Miloš Vacek; Darsteller: Karel Blažek, Jaroslava Štědrá, Zdeněk Bezušek, Vlastimila Vlková, Věra Křesadlová. 35mm, s/w, 72 min

Miloš Formans Schulkamerad Ivan Passer ist der ewige Geheimtipp der Nová vlna, der "Neuen Welle" in der Tschechoslowakei. In der ČSSR konnte er allein diesen einen Spielfilm realisieren, nach dem Einmarsch der Warschauer-Pakt-Truppen in Prag und seiner daraus resultierenden Flucht in die USA kultivierte er eine Karriere im Halbschatten Hollywoods. Seine Kinofilme und Fernsehspiele erwiesen sich als zu eigensinnig, intim, moralisch den Grautönen und gestalterisch dem Pastell verschrieben, als dass ihm je ein Durchbruch im großen Stil hätte gelingen können. Passers außerordentliches Gespür für das Erzählen von Augenblicken, in denen das Leben eine Auszeit zu nehmen scheint, zeigt sich dabei schon in Intime Beleuchtung: Hier besucht ein Konzertmusiker einen alten Freund auf dem Land, der bei Beerdigungen aufspielt. Man hängt herum, spintisiert, schaut, macht. Am Ende hat sich nichts groß getan und doch ist alles anders geworden. (R.H.)

Spieltermine:

Do 25.05.2017 19:00
(Tschechische OmeU)