Mr. Klein (Foto: Cineteca di Bologna)

Mr. Klein (1976)

Regie: Joseph Losey; Drehbuch: Losey, Franco Solinas, Fernando Morandi, Costa-Gavras (ungenannt); Kamera: Gerry Fisher; Musik: Egisto Macchi, Pierre Porte; Darsteller: Alain Delon, Jeanne Moreau, Juliet Berto, Suzanne Flon, Massimo Girotti, Michael Lonsdale, Joseph Losey. 35mm, Farbe, 123 min

Monsieur Klein, ein seelenloser Kunsthändler, der aus der Not verfolgter Menschen Profit schlägt, gerät selbst in Schwierigkeiten, als ein Unbekannter sich unter seinem Namen auszugeben scheint. Doch je verzweifelter er den Nachweis zu erbringen versucht, kein Jude und schon gar nicht jener Robert Klein zu sein, desto aussichtsloser wird seine Suche nach dem Doppelgänger. Mr. Klein gleicht einem Whodunit ohne Auflösung; seine Handlung setzt am 16. Jänner 1942 ein und endet auf den Tag genau sechs Monate später mit "La Grande Rafle", einer Razzia, bei der die Pariser Polizei rund 7000 jüdische Menschen im Radstadion zusammentrieb und an die Nazis auslieferte. Dass der Film bei seiner Premiere in Cannes die heimische Kritik entzweite, verwundert nicht. Immerhin lässt der Amerikaner Losey den Nationalhelden Delon einige unschöne Wahrheiten über Frankreich aussprechen: "In diesem Land sind wir zu höflich, zu zivilisiert, zu gleichgültig." (M.O.)

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Spieltermine:

Sa 27.05.2017 21:00
(Frz. OmeU)