Jesse James (Foto: Park Circus)

Jesse James (1939)

Regie: Henry King, Irving Cummings (ungenannt); Drehbuch: Nunnally Johnson; Kamera: George Barnes, W. Howard Greene; Darsteller: Tyrone Power, Henry Fonda, Nancy Kelly, Randolph Scott, Brian Donlevy, John Carradine. 35mm, Farbe, 106 min Restaurierte Fassung
 
Die Ballade vom galanten Helden Jesse James (Tyrone Power), der mit seinem Bruder Frank (Henry Fonda) im Namen der Unterdrückten den Kampf gegen die alles an sich reißende Eisenbahn aufnimmt. Eine Kreuzung von Action-Romanze und Sozialstudie – und ein Urtext des Outlaw-Kinos, inhaltlich wie visuell: Mit rustikaler Raffinesse und Sensibilität lässt Americana-Spezialist Henry King die Landschaften dieser Historien-Legende in grünen und goldbraunen Tönen erglänzen. Die Technicolor-Entrückung liefert den perfekter Rahmen für die modellhaft und vital konstruierte Saga vom Bankräuber als populärem Märtyrer. Heimliche Zentren des Ensembles: John Carradine, der hier die Rolle des Feiglings und Mörders Bob Ford übernimmt und ein Jahr später den bewegenden Ex-Prediger Casy in The Grapes of Wrath spielen wird, und Henry Fonda, der den Part des Frank James ungewöhnlich hart und bitter anlegt: "a man born to hate" (Devin McKinney). (C.H.)

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