Let Us Live

Let Us Live (1939)

Regie: John Brahm; Drehbuch: Anthony Veiller, Allen Rivkin nach einer Erzählung von Joseph F. Dinneen; Kamera: Lucien Ballard; Musik: Karol Rathaus; Darsteller: Maureen O'Sullivan, Henry Fonda, Ralph Bellamy, Alan Baxter, John Qualen. 35mm, s/w, 68 min Restaurierte Fassung

Der arme, aufstrebende Taxifahrer Brick Tennant plant schon den Einzug ins Traumhaus und die Hochzeit mit der Geliebten, als er einer Verwechslung zum Opfer fällt und als Mitglied einer Raubmörder-Gang zum Tod verurteilt wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt. In Fondas Filmografie ist Let Us Live wie ein missing link zwischen Langs You Only Live Once und Hitchcocks The Wrong Man: das natürliche Gerechtigkeitsempfinden (und der verhaltene Fonda-Optimismus) zerrieben zwischen zerstörter Unschuld und sozialer Ungerechtigkeit. Langs Fatalismus und Hitchcocks religiöse Überhöhung als Eckpfeiler eines fulminanten B-Pictures, von John Brahm so rasant und ökonomisch inszeniert, als steuerte er ein Raketenauto auf den Abgrund zu. Die komplexe Abwicklung des entscheidenden Überfalls (auf ein Kino!) dauert gerade zwei Minuten – am Ende bleibt nur Desillusionierung: nicht versöhnt. (C.H.)

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