Cuadecuc Vampir

Cuadecuc Vampir (1971)

Ein Film von Pere Portabella; Kamera: Manuel Esteban; Musik: Carles Santos; mit Christopher Lee, Herbert Lom, Jesús Franco. 35mm, s/w, 69 min

Zum Auftakt:
Nice Time (1957) von Claude Goretta & Alain Tanner. 35mm, s/w, 18 min*
Saute ma ville (Spreng meine Stadt) (1968) von Chantal Akerman. 35mm, s/w, 13 min**
Ägypten (1997) von Kathrin Resetarits. 16mm, s/w, 11 min
 
Das erste Wort in Cuadecuc Vampir heißt Wurmfortsatz und steht zugleich für das unentwickelte Ende einer Filmrolle. Aus Aufnahmen von Christopher Lee beim Dreh zu Count Dracula schafft der katalanische Solitär Pere Portabella ein Filmpoem: eine subversive Projektion des Vampirs in die Gegenwart der Franco-Ära, gedreht in Hochkontrast-Schwarzweiß, das an zerfallende Filmkopien erinnert. Traumgleiche Dokumente aus dem Echoraum zwischen Leben und Kino bietet auch der Auftakt: Nice Time ist eine wunderbare Verdichtung von 25 Samstagnächten am Piccadilly Circus, Saute ma ville ein Manifestfilm, in dem die aufgekratzte 18-jährige Regisseurin eine Selbstzerstörungsorgie veranstaltet, und Ägypten eine faszinierende Studie über verschobene Wahrnehmung, die Sprache der Gebärden und die Stimmen des Kinos. (C.H.)

Herzlichen Dank an *Karl Horwath und an **Werner Leskovar, die im Rahmen des Projekts "Filmpatenschaft" den Erwerb des betreffenden Films für die Sammlung des Filmmuseums finanziert haben.

Spieltermine:

Di 12.09.2017 21:00
(Kein Dialog)