In girum imus nocte et consumimur igni (Wir irren des Nachts im Kreis umher und werden vom Feuer verzehrt)

In girum imus nocte et consumimur igni (Wir irren des Nachts im Kreis umher und werden vom Feuer verzehrt) (1978)

Ein Film von Guy Debord; Kamera: André Mrugalski. 35mm, s/w, 99 min*

Zum Auftakt:
The External World (2010) von David OReilly. HD, Farbe, 17 min Engl. OF

David OReillys surreales Animationsbild der modernen Welt zwischen Popkultur-Wahnsinn, tiefschwarzem Humor und Verzweiflung ist eine zeitgenössische Variation auf Die Gesellschaft des Spektakels von Guy Debord. Dessen filmische Autobiografie folgt auf dem Fuß. Debord sah seine Arbeit als eine Form von Banditentum, daher überrascht es nicht, dass er sich hier (in Spielfilmzitaten) mit dem berüchtigten Verbrecher und Dichter Pierre-François Lacenaire identifiziert. Ihm – oder dem Marquis de Sade – hätte auch der Trailer einfallen können, den Debord dem Film voranschickte. Er besteht aus einem einzigen Textzitat: "Als ich im Begriff war, die Welt zu erschaffen, erfuhr ich, dass man dort eines Tages etwas so Ungeheuerliches wie den Film von Guy Debord mit dem Titel IN GIRUM IMUS NOCTE ET CONSUMIMUR IGNI machen würde; so zog ich es vor, die Welt nicht zu erschaffen." – GOTT.

*Herzlichen Dank an Phileas – A Fund for Contemporary Art, der im Rahmen des Projekts "Filmpatenschaft" den Erwerb des Films für die Sammlung des Filmmuseums finanziert hat.

Spieltermine:

Di 26.09.2017 20:45
(Frz. OmdU)