Safe (Foto: Deutsches Filminstitut)

Safe (1995)

Regie, Drehbuch: Todd Haynes; Kamera: Alex Nepomniaschy; Schnitt: James Lyons, Musik: Ed Tomney; Darsteller: Julianne Moore, Xander Berkeley, Dean Norris, Peter Friedman, James Lyons, James LeGros. 35mm, Farbe, 119 min

Der wohlgeordnete, ereignis- und emotionslose Alltag von Carol White (Julianne Moore), einer brav ihrem autokratischen Gatten folgenden Hausfrau aus der oberen Mittelschicht, gerät schrittweise aus den Fugen. Sie wird von unerklärlichen Immunschwächen und Allergiereaktionen heimgesucht. Doch die Ärzte können die Ursache nicht diagnostizieren – ist Carol "allergisch aufs 20. Jahrhundert", wie jemand in ihrer Selbsthilfegruppe meint? Angeworben von einer New-Age-artigen Therapie-Kommune in New Mexico, trifft sie dort mit ihrem eigenen Sauerstofftank ein und unterwirft sich den Anweisungen des lokalen Gurus ... Die Normalität als Keimzelle der Verstörung: In Safe entwirft Haynes mit angemessen kühler und umso verunsichernder Präzision eine komplette Entfremdungsstudie. Das Schreckensszenario bleibt rätselhaft – und der Titel nennt ironischerweise jenes Gefühl, das hier weder die Figuren noch die Zuschauer erleben dürfen. (C.H.)

Hinweis: Das angekündigte Publikumsgespräch nach dem Film mit dem Filmemacher muss auf Grund einer Änderung in seinem Terminplan leider entfallen. Wir bitten um ihr Verständnis.

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