Vogliamo i colonnelli (Wir wollen die Obristen), 1973, Mario Monicelli

Vogliamo i colonnelli (Wir wollen die Obristen) (1973)

Regie: Mario Monicelli; Drehbuch: Age & Scarpelli, Monicelli; Kamera: Alberto Spagnoli; Musik: Carlo Rustichelli; Darsteller: Ugo Tognazzi, Antonino Faà di Bruno, Camillo Milli, Giancarlo Fusco, Carla Tatò, Pino Zac. 35mm, Farbe, 100 min

Für die Nacht vom 7. auf den 8. Dezember 1970 hatte eine von Geheimdienstkadern und Mitgliedern des staatlichen Forstkorps' gestützte Allianz aus rechtsextremistischen Gruppierungen unter Führung des faschistischen Politikers Junio Valerio Borghese einen Staatsstreich geplant, der abgeblasen wurde. 1971 ward er von Paese Sera publik gemacht, zwei Jahre darauf kam Monicellis Schlüsselkomödie ins Kino, rechtzeitig für den nächsten Skandal dieser Art. Vogliamo i colonnelli zeigt die Faschisten als einen Haufen machtversessener wie paranoider Spinner, die ihre Ideen aber gut ins "unterentwickelte" Ausland zu exportieren verstehen. Ugo Tognazzi als quasi-Borghese Giuseppe Tritoni ist genial (wie stets, wenn er in Uniform agiert – das setzte bei ihm besondere Subversionsenergien frei), alldieweil der Auftritt eines Regiekollegen Monicellis für cinephile Freude sorgt: Der Illustrator-Satiriker-Animationsfilmmeister Pino Zac gibt eine Nebenfigur mit dem erquicklichen Namen Caffè. (O.M.)

Spieltermine:

Fr 16.02.2018 20:45
(Ital. OmeU)
Sa 24.02.2018 20:45
(Ital. OmeU)