Arsenic and Old Lace, 1944, Frank Capra

Arsenic and Old Lace (1944)

Regie: Frank Capra; Drehbuch: Julius und Philip G. Epstein nach dem Theaterstück von Joseph Kesselring; Kamera: Sol Polito; Musik: Max Steiner; Darsteller: Cary Grant, Priscilla Lane, Raymond Massey, Jack Carson, Peter Lorre. 35mm, s/w, 118 min
 
Der schnellste, lustigste und böseste Film im Œuvre von Frank Capra: eine hysterische Farce, in der hinter der idyllischen Mittelklasse-Bürgerfassade nichts anderes lauert als die pure Umnachtung. Ebendieser verfällt zusehends Cary Grant als einsame, verzweifelte und zunehmend kleinlaute Stimme der Vernunft inmitten der Kakophonie des Schwachsinns: Seine liebreizenden älteren Tanten erweisen sich als Giftmörderinnen, die mit deklarierter humanistischer Mission greise Herren mit giftversetztem Wein aus dem Diesseits befördern, um deren Einsamkeit zu lindern, während der eine Cousin (im Glauben Teddy Roosevelt zu sein) im Keller am Panamakanal arbeitet und der andere – vom trinkfreudigen "Schönheitschirurgen" Peter Lorre in einen Frankenstein-Doppelgänger verwandelt – sich vor der Polizei versteckt. Der reine Wahnsinn, in Überlichtgeschwindigkeit. (C.H.)

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