Operai, contadini (Arbeiter, Bauern)

Operai, contadini (Arbeiter, Bauern) (2000)

Regie, Drehbuch: Jean-Marie Straub, Danièle Huillet nach Elio Vittorini; Kamera: Renato Berta, Jean-Paul Toraille; Darsteller: Angela Nugara, Giacinto Di Pascoli, Enrico Achilli, Angela Durantini, Martina Gionfriddo. Farbe, 123 min, Ital. OmdU
 
Zweiter und zentraler Teil der Vittorini-Trilogie von Straub/Huillet, nach vier Kapiteln seines Romans Le donne di Messina: Unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg entsteht eine „ursprüngliche“ (Not-)Gemeinschaft aus Arbeitern und Bauern, die utopische Ideen zu Arbeit, Gesellschaft, Sex entwickeln, deren Zusammenhalt aber auch - aufgrund alter Gewohnheiten - Gefahr läuft, zu zerbrechen. Straub und Huillet lassen den Text von einer Gruppe Laien in einer üppigen Waldlandschaft rezitieren (und manchmal auch nur, fast wie Prozessakten, ablesen). Gewohnt präzise und materialistisch in der Mise en scène, mit einer Tonaufnahme, bei der die Stimmen sorgfältig in Bezug zum Naturschauplatz gesetzt sind, zeigt sich Operai, contadini als eines der essentiellsten Werke der beiden Filmemacher - man erfährt sogar, wie ein Risotto richtig zubereitet wird (auch das eine Frage der natürlichen „Zutaten“). (C.H.)

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