Les Yeux ne veulent pas en tout temps se fermer...

Les Yeux ne veulent pas en tout temps se fermer ou Peut- être qu’un jour Rome se permettra de choisir à son tour [Othon] (1969)

Regie, Drehbuch: Jean-Marie Straub, Danièle Huillet nach „Othon“ von Pierre Corneille; Kamera: Ugo Piccone, Renato Berta; Darsteller: Adriano Aprà, Anne Brumagne, Ennio Lauricella, Olimpia Carlisi, Anthony Pensabene. Farbe, 88 min, Frz. OmdU
 
Die Augen wollen sich nicht zu jeder Zeit schließen oder Vielleicht eines Tages wird Rom sich erlauben seinerseits zu wählen. Die Vorlage: ein Drama von Corneille nach Tacitus über Machtkämpfe im alten Rom. Im Zentrum der Opportunist Othon, der den Thron gewinnt, aber die Liebe zweier Frauen verliert. Inszeniert auf dem Palatin­hügel, wo Schauspieler den Text in hoher Geschwindigkeit herunterrattern (laut Straub „un film hawksien“), während der Straßenlärm heraufbrandet. Straub: „Ein Film über die Abwesenheit des Volkes in der Politik.“ Hauptdarsteller ist die Natur, die als „geschichtssatte“ Materie den Raum dominiert. Zu Beginn: Schwenk auf den Hügel und Zoom auf eine Höhle, die als Waffenversteck für Widerstandskämpfer diente. (C.H.)

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