The Iron Horse (Foto: Viennale)

The Iron Horse (1924)

Regie: John Ford; Drehbuch: Charles Kenyon; Kamera: George Schneiderman, Burnett Guffey; Darsteller: Georg O’Brien, Madge Bellamy, Judge Charles Edward Bull, Cyril Chadwick, Fred Kohler. s/w, 122 min (22 B/Sek), Engl. OF
 
Der Bau der ersten transkontinentalen Eisenbahn. Einer der bedeutendsten amerikanischen Stummfilme und Fords erstes Filmepos, das enthusiastisch Balance hält zwischen poetischer Distanz der Totale und teils gerührter, teils polternder Nähe, in der Melodram, Humor und Rabaukentum einander dicht auf dicht im medium close shot, der klassischen Bildgröße des US-Erzählkinos, folgen. Das Ergebnis ist in hohem Maß fordianisch: Vergnügen an vierschrötigen Kerls, an Augenblicken der Einsamkeit und bewegten Massen unter freiem Himmel. Ausnahmslos on location (den Salbeiwüsten Nevadas) gedreht, gibt sich The Iron Horse der Lust an wildrasender Aktion und historischer Vergegenwärtigung hin, letztere bei Ford real und doch wie geträumt erscheint: die Vereinigung der Geleise von Union- und Central Pacific auf einer von fernen Bergen flankierten Ebene oder die lichtgesäumte Silhouette einer Frau vor dem Schienenstrang, der sich gegen den leuchtenden Horizont hin verjüngt. (Harry Tomicek)