Vers Mathilde

Vers Mathilde (2004)

Regie: Claire Denis; Kamera: Agnès Godard, Hélène Louvart; mit: Mathilde Monnier. Farbe, 84 min, Frz. OmeU Österr. Erstaufführung
 
Ein Porträt der Tanz-Choreografin Mathilde Monnier, aber nicht abgeschlossen, fixiert oder auch nur skizziert, wie es der Begriff „Porträt“ nahe legt, sondern eines im Entstehen, work in progress, eine Bewegung wie das Tanzen. Daher auch der Titel, Vers Mathilde, in etwa: „auf Mathilde zu“. Dies ist auch ein kongenialer Ansatz zu Monniers dekonstruktivistischer Vorstellung vom Tanz, die keine Endgültigkeit der Darstellung, keine vollständige Kontrolle über den Körper sucht. Der Film entstand über ein Jahr hinweg und wurde von zwei verschiedenen Kamerafrauen auf zwei verschiedenen Materialien (zuerst Super 8, später 16mm) gedreht: Probenarbeiten, Besprechungen, eine Soloeinlage Monniers (zur Musik von P.J. Harvey), keine Erklärungen aus dem Off. Am Anfang: Hände in Bewegung, ein Vorstoßen in den Raum. Am Ende: eine Tänzerin in Split Screen, die Bewegung der Kamera fließt zunehmend harmonisch mit der Bewegung, die sie aufzeichnet. Die Teilung der Leinwand verschwindet. (C.H.)
 
In Anwesenheit von Claire Denis am 7. Mai