La Chienne

La Chienne (1931)

Regie: Jean Renoir; Drehbuch: Renoir, André Girard nach dem Roman von Georges de la Fouchardière; Kamera: Theodore Sparkuhl; Darsteller: Michel Simon, Janie Marèze, Georges Flamant, Magdelaine Bérubet, Argentin. s/w, 94 min, Frz. OmdU
 
Jean Renoir, ein Filmemacher jenseits aller Stile und Moden und auch dann der modernste französische Regisseur, wenn eines seiner Werke aus dem Jahr 1931 datiert. Ein kleiner Bankkassier verfällt einer Prostituierten. Die fatale Frau, der Hampelmann - ein altes, von den Künsten ausgiebig abgehandeltes Thema, das dem Film noir lieb ist. Was macht Renoir, der nichts so wenig mag wie das Klischee, daraus? Eine Tragödie, die eine Farce formiert, bestückt mit einem Biest, ebenso liebenswert wie das Opfer, das sich komisch und würdig zeigt mit seinem traurig verquollenen Michel-Simon-Clownsgesicht, welches für Renoir so aufregend wirkt wie die tragische Maske im griechischen Theater. Mesdames et Messieurs, Sie werden jetzt ein großes soziales Drama sehen, verkündet am Beginn der Gendarm im Kasperltheater, um sofort vom Guignol verprügelt und korrigiert zu werden: „Ni un drame social ni une comédie à tendances morales!“ (Harry Tomicek)

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