Matinee (1993)

Regie: Joe Dante, Drehbuch: Charlie Haas, Jerico Stone; Kamera: John Hora; Musik: Jerry Goldsmith; Darsteller: John Goodman, Cathy Moriarty, Simon Fenton, Dick Miller, John Sayles, Naomi Watts, Kevin McCarthy. Farbe, 99 min
 
Kinofieber und Kubakrise: der ideale Stoff für Joe Dante, einen von Amerikas führenden Popkultur-Connaisseuren. 1962 steigern sich in Key West die Erwachsenen ins Kriegsfieber, während die Jugendlichen ein Filmereignis erwarten: die Ankunft des selbsternannten „number one fright master“, eines Regisseurs, der seine B-Pictures mit Gimmicks unters Volk bringt (das reale Vorbild: ­William Castle). Der Höhepunkt der atomaren Angst - vom anderen fright master, JFK, übers Fernsehen gesteuert - scheint ihm der richtige Zeitpunkt, um einen Horrorfilm zu starten: Die Premiere seiner neuen Billigproduktion über einen durch radioaktive Strahlung erzeugten Ameisenmenschen (Mant!, ein Kandidat für den lustigsten Film-im-Film aller Zeiten) wird durch das Zusammenspiel schräger Spezialeffekte, folgenschwerer Irrtümer, rachsüchtiger Ameisenmenschenverkörperer und baulicher Mängel zum ­un­­vergesslichen Erlebnis. Alle Absurditäten verblassen gegen ­die­­jenigen im Zeichen der großen Polit-Show: „It’s not the Russians - it’s Rumble-Rama!“ (C.H.)
 
Einführung von Jonathan Rosenbaum
 
Mit Dank an Joe Dante

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