Bulworth

Bulworth (1998)

Regie: Warren Beatty. Drehbuch: Beatty, Jeremy Pikser; Kamera: Vittorio Storaro; Musik: John Philip Sousa; Darsteller: Warren Beatty, Halle Berry, Don Cheadle, Oliver Platt, Paul Sorvino. Farbe, 108 min
 
Jay Bulworth, der sich um seine Wiederwahl als Senator bewirbt, ist lebensmüde. Er heuert einen Killer an, der ihn beseitigen soll. Doch im Wissen, dass er nichts zu verlieren hat, erlebt er eine enorme Befreiung. In einer Ghetto-Kirche von Los Angeles spricht er die realen Probleme Amerikas an, in einer Disco beginnt er zu rappen, Nina, eine Afroamerikanerin, führt ihn in die schwarze Alltagskultur ein. Obszön, sagt Bulworth, sei nicht die Sprache der Rapper, sondern die Erwartung der Politiker, dass man angesichts der Kluft zwischen Arm und Reich ihre verlogenen Parolen glaube. Schon feiern die weißen Medien einen radikalen „neuen“ Politikertyp. Nur der Killer wartet noch im Hintergrund. Beattys Anti-Establishment-­Satire ist nicht nur herzzerreißend komisch, heftig gegen den Strich inszeniert und grandios besetzt. Sie ist auch eine „politische Rarität“ in der nach allen Seiten abgesicherten Hollywood-Kultur der Gegen­wart - ein freier Film von einem freien Bürger.

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