1941

1941 (1979)

Regie: Steven Spielberg; Drehbuch: Robert Zemeckis, Bob Gale nach einer ­Erzählung von Zemeckis, Gale und John Milius; Kamera: William A. Fraker; Musik: John Williams; Darsteller: Dan Aykroyd, Ned Beatty, John Belushi, Christopher Lee, Lorraine Gary, Toshiro Mifune, Warren Oates, Robert Stack. Farbe, 118 min*
 
Zum Auftakt:
Two Tars (1928) von James Parrott mit Stan Laurel & Oliver Hardy. s/w, ca. 27 min. Engl. ZTmdU
 
Verfall und Untergang der westlichen Zivilisation als Ausflug mit Laurel und Hardy: In Two Tars wollen die Matrosen Stan und Ollie zwei flatterhafte Mädchen beeindrucken und geraten in einen Stau. Ihr unvermeidliches Duell mit einem anderen Motoristen führt zu einer systematischen Zerstörungsorgie, an der sich die ganze Auto­­kolonne beteiligt. Danach war Jean-Luc Godards Week-End nur mehr Kindergeburtstag. Apropos: 1941 ist der Katastrophenfilm als Kindergeburtstag, eine Materialschlacht im Geiste des MAD Maga­­zine. ­Steven Spielberg geht bis an die Grenzen seiner Vorstellungs­kraft - das heißt, er imaginiert den Zweiten Weltkrieg als absurde Attacke auf Hollywood. Ein japanisches U-Boot kreuzt vor Los ­Angeles, um nach Pearl Harbor dem US-Selbstbewusstsein den ­Todesstoß zu versetzen, eine Starparade drängelt durch das episch choreografierte Chaos, zuletzt deklamiert ein Amerikaner stolz: „We will not let enemy killjoys dash our Christmas.“ Und tut es prompt, ahnungslos selbst. (C.H.)
 
* Mit Dank an Sony Pictures Entertainment

Screening dates: