Seven Chances

Seven Chances (1925)

Regie: Buster Keaton; Drehbuch: Clyde Bruckman, Jean C. Havez, Joseph A. Mitchell; Kamera: Elgin Lessley, Byron Houck; Darsteller: Buster Keaton, T. Roy Barnes, Snitz Edwards, Ruth Dwyer, Erwin Connelly. s/w, ca. 72 min
 
500 weißgekleidete Bräute in spe füllen die Chaussee und eilen hinter dem schwarzen Pünktchen Buster einher. Eine leere Kirche, in deren erster Bankreihe der Millionenerbe eingeschlafen ist. Unerbittlich registriert die Weiteinstellung, wie sich die heiratswütigen Megären einfinden, zuerst wenige, zuletzt Hunderte. Als Buster ­erwacht, findet er sich umringt von einer Masse lauernder Wesen, einem unübersehbaren Schwarm schrecklicher, weißer Vögel. Die Sonne scheint mit voller Macht und trotzdem ist es Mitternacht. Auf einen den Geist Ionescos antizipierenden Spuk unendlicher Vervielfältigung folgt ein Hitchcockscher Schock, eine Sekunde der Erstarrung, die, mitsamt den Kammerspielen der ruhigen ­Expo­sition, in das öffentliche Fanal einer Hetz- und Verfolgungsjagd durch San Francisco umschlägt, in der Keaton sich nicht nur als ­unglaublichster Läufer der Filmgeschichte, sondern als einer der hin­reißends­ten Massenregisseure erweist. (H.T.)
 
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