Kiss Me, Stupid, 1964, Billy Wilder

Kiss Me, Stupid (1964)

Regie: Billy Wilder; Drehbuch: I.A.L. Diamond, Wilder nach dem Stück L’ora della fantasia von Anna Bonacci; Kamera: Joseph LaShelle; Musik: André Previn; Darsteller: Dean Martin, Kim Novak, Ray Walston, Cliff Osmond, Felicia Farr,
Skip Ward. s/w, 126 min
 
Home sweet home. Kiss Me, Stupid ist eine von Billy Wilders und I.A.L. Diamonds grimmigsten Satiren, die sich 1964 annähernd ganz Amerika zum Feind macht - zumindest jenen Teil, der noch ­gesund, ehrbar und amerikanisch ist. Um erfolgreich zu sein, funktioniert der Tüchtige auf dem Weg nach oben sein Haus in ein Bordell und seine Frau in eine Hure um. Die Moral des Films ist kurz, verletzend wie ein Stachel, wortwörtlich gemeint und durch und durch unmoralisch. („'Tender gums‘. That’s a hell of a thing to say to a married woman.“) Dass solch ein Film sich nicht bezahlt mache, dafür tragen die Legion of Decency und Frauenvereine 1964 Sorge. US-Stadt für US-Stadt vermeldet mit Stolz, von Kiss Me, Stupid ­befreit zu sein. (H.T.)

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