Sherlock Jr., 1924, Buster Keaton und Roscoe "Fatty" Arbuckle

Sherlock Jr. (1924)

Regie: Buster Keaton, Roscoe Arbuckle (ungenannt); Drehbuch: Clyde Bruckman, Jean C. Havez, Joseph A. Mitchell; Kamera: Elgin Lessley, Byron Houck; Darsteller: Buster Keaton, Kathryn McGuire, Joe Keaton, Ward Crane. s/w, ca. 52 min
 
Zum Auftakt:
Who Killed Who? (1943) von Tex Avery. Farbe, 8 min. Engl. OF
Wide Angle Saxon (1975) von Owen Land. Farbe, 22 min. Engl. OF
 
Drei Meisterwerke, die Kinokonventionen sprengen. In Sherlock Jr. fantasiert sich Buster Keaton mit unvergleichlicher komischer Perfektion und poetischer Kraft als Projektionist durch eine traumwandlerische Folge von Szenerien. In Who Killed Who? zerlegt Tex Avery die Konstruktion von Krimis in ihre Bestandteile und lässt sie in einer absurden Stampede von verbalen und visuellen Witzfeuerwerken am Horizont der Leinwand (und darüber hinaus) verglühen. Und in Wide Angle Saxon wird strukturalistischer Film zum ziemlich lustigen Spiel mit Bildern, Tönen, Worten (ein perfektes Palindrom: a man, a plan, a canal: Panama!) und Publikumsreaktionen: Schließlich geht es auch um einen Mann, der beim Ansehen eines Avantgardefilms eine spirituelle Erleuchtung hat. (C.H.)

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