Idiocracy

Idiocracy (2006)

Regie: Mike Judge; Drehbuch: Judge, Etan Cohen; Kamera: Tim Suhrstedt; Musik: T. Shapiro; Darsteller: Luke Wilson, Maya Rudolph, Justin Long. Farbe, 84 min Österreichische Erstaufführung

Flaming Creatures (1963)

Ein Film von Jack Smith; Ton: Tony Conrad; mit Francis Francine, Mario Montez, Joel Markman, Judith Malina, Marian Zazeela. s/w, 42 min
 
Mike Judges Idiocracy ist Hollywoods masterpiece maudit des neuen Millenniums: eine visionäre Verarschung von Corporate America, vom Studio denn auch prompt vergraben und verstümmelt (dadurch irgendwie noch subversiver in seiner Schleudergang-Satire). Ein Durchschnittsvollkoffer erwacht nach 500 Jahren Tieftemperaturschlaf - und ist der mit Abstand intelligenteste Mensch der Welt. Die Zukunft als debile Apokalypse der schlimmsten Tendenzen der Gegenwart: eine Kapitalismusmüllhalde mit Wrestler-Präsident, Krypto-Warhol-Kino (der erfolgreichste Film der Zukunft: Ass, in einer Einstellung, häufig furzend), und kaum sprachfähigen Konsumentenzombies, die von ihren niedrigsten Instinkten ge­­steuert werden. Im Performancefilm-Klassiker Flaming Creatures zelebriert Jack Smith eine intersexuelle Orgie als apokalyptische Utopie: selbstbewusstes Kindertheater im Billig-Paradies. (C.H.)

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