Sehnsucht, 2006, Valeska Grisebach

Sehnsucht (2006)

Regie, Drehbuch: Valeska Grisebach; Kamera: Bernhard Keller; Musik: Martin Hossbach; Darsteller: Andreas Müller, Ilka Welz, Anett Dornbusch, Erika Lemke, Markus Werner. 35mm, Farbe, 86 min

Ein Mann, eine Frau, eine andere Frau – die einfachste Geschichte der Welt. Valeska Grisebachs zweiter Spielfilm verwandelt sie in etwas ganz Eigenes, Magisches, weit über den Naturalismus hinaus. Sehnsucht erzählt die Tragödie eines Schlossers aus einem 200-Seelen-Weiler in Brandenburg, mit innig geliebter Frau und Kind. Als er mit seinen Kollegen von der Feuerwehr im Nachbarort feiert, landet er in einem fremden Bett – und verliebt sich auch in die Andere. Irgendwann wird es ihn zerreißen. Nur Laien spielen in diesem Film, sie eignen sich eine fremde Geschichte und bekannte Gefühle an und drücken sie in unschuldigen, ungelenken Sätzen aus. Allein im Zittern ihrer Stimmen liegt eine Wahrheit, eine pathetische Größe, die konkret und universell zugleich ist. (C.H.)

Einführungsgespräch mit Valeska Grisebach

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