Das Unsichtbare Kino

Der in der Nachkriegszeit erbaute, vom Österreichischen Filmmuseum seit 1965 bespielte Filmsaal im Gebäude der Albertina, wurde 1989 von Peter Kubelka als schwarzes bzw. "Unsichtbares Kino" eingerichtet. "Unsichtbar" heißt in diesem Zusammenhang, dass die Architektur selbst in der Wahrnehmung der Besucher vollständig zurück treten soll. Der Raum, dem alle Aufmerksamkeit gilt, ist jener virtuelle Raum des Films, der während der Vorführung auf der Leinwand sichtbar wird.

 

Im Sommer 2003 hat dieser Filmsaal eine grundlegende Sanierung und Neugestaltung erfahren. In der architektonischen Zuspitzung durch Erich Steinmayr und Friedrich Mascher wird das schwarze Kino deutlicher denn je als ein minimalistischer "Prunksaal der Moderne" sichtbar, der ganz auf die unbeeinträchtigte Darstellung und Rezeption des Mediums Film ausgerichtet ist.

 

Die Holzsesselreihen wurden durch Polsterbestuhlung ersetzt, die Leinwand wurde ausgetauscht und vergrößert und ein zeitgemäßes Licht-, Lüftungs- und Sicherheitskonzept umgesetzt. In Kombination mit der 2002 durchgeführten Erneuerung und Ausweitung der Ton- und Projektionstechnik verfügt das Filmmuseum nun über eine gänzlich renovierte und technisch optimierte Präsentationsplattform, die dem höchsten internationalen Standard entspricht.

 

Der Saal hat 163 Sitz- und 2 Rollstuhlplätze, ist barrierefrei zugänglich und verfügt über eine induktive Höranlage. Weitere Informationen zur technischen Ausstattung finden Sie hier.

Auch der Eingangsbereich, das Vorfeld der Filmaufführung, wurde erweitert: In Fortsetzung des umgebauten Foyers laden seither eine Bar und ein kleiner Shopbereich zum längeren Aufenthalt ein.

Das unsichtbare Kino, Foto: Bruno Klomfar