A Star is Born (1954)
Regie: George Cukor; Drehbuch: Moss Hart nach einem Drehbuch von Dorothy Parker u.a.; Kamera: Sam Leavitt; Musik: Harold Arlen,
Ray Heindorf; Darsteller: Judy Garland, James Mason, Jack Carson, Charles Bickford. Farbe, 174 min 10 Minuten Pause
George Cukors erster vollständiger Film in Farbe und CinemaScope (der Einsatz von beidem ist atemberaubend) - und die größenwahnsinnigste
aller Hollywood-Selbstreflexionen der 50er Jahre: ein Film täuschender Spiegelbilder und strahlender Lichter, beginnend mit
dem Knistern eines Schweinwerfers. James Mason spielt einen berühmten, trinkfreudigen Schauspieler, der das Talent von Judy
Garland entdeckt. Während sie zum Star aufsteigt, geht es mit ihm und der gemeinsamen Ehe bergab. Vom Studio bei der Veröffentlichung
radikal beschnitten, wurden 1983 fast alle fehlenden Szenen wieder eingefügt (darunter der Heiratsantrag, der bezeichnender-weise
auf der Studiobühne stattfindet) oder mit Standbildern ergänzt. Die große Musical-Nummer Born in a Trunk, gegen
die George Cukor heftig opponiert hatte, wurde allerdings im Film belassen. Passenderweise ist also von diesem erstaunlichen,
bitteren Entwurf zur Traumfabrik immer noch nicht das Ganze zu haben. Stattdessen: die maßlos bestechende Wiederannäherung
an ein Meisterwerk. (C.H.)
Restaurierte Fassung



