Giorni damore (Tage der Liebe) (1954)
Regie: Giuseppe De Santis; Drehbuch: De Santis, Elio Petri, Libero de Libero, Gianni Puccini; Kamera: Otello Martelli; Musik:
Mario Nascimbene; Darsteller: Marcello Mastroianni, Marina Vlady, Angelina Longobardi. Farbe, 102 min
Roma ore 11 sorgte für wilde Diskussionen in den Medien, Aufregung in einer durch Namen wie Scelba und Andreotti bestimmten Regierung.
Zudem spaltete er die Linke, wenn auch zunächst nur auf dem Papier. KP-Chef Togliatti höchstpersönlich glättete parteiintern
die Wogen - unter vier Augen riet er De Santis aber zur Vorsicht. Der reagierte mit dem ihm eigenen schelmischen Optimismus:
Keine Bange, als nächstes mache ich einen Liebesfilm. Das Projekt, auf das er anspielte, war Giorni damore: die Geschichte eines armen Paares, das so tut, als brenne es in Verzückung zusammen durch, damit sie keine teure Hochzeit
in unbeflecktem Weiß und ernstem Schwarz, mit Kirche und großer Feier ausrichten müssen ... Ein weiteres Werk wie ein Traum,
in dem De Santis Heimatstadt Fondi wirkt wie eine Mischung aus Brigadoon und den musikalischen Kolchosen von Ivan Pyrev
- nur dunkler. (O.M.)



